«Ein wunderschöner Dialog über die Alltäglichkeit des Lebens.»
Kent Haruf
Unsere Seelen bei Nacht
Diogenes Verlag 2017
«Holt», eine fiktive Kleinstadt in Colorado.
Eines Tages klingelt Addie, eine einsame Witwe von 70 Jahren, bei ihrem Nachbarn Louis, der seit dem Tod seiner Frau ebenfalls allein lebt.
Ihr ungewöhnlicher Vorschlag: Ob er nicht ab und zu bei ihr übernachten möchte?
Nach einigem Zögern lässt Louis sich auf das Angebot ein. Und so kommt es, dass die Beiden Nacht für Nacht nebeneinander liegen und sich gegenseitig von ihren Leben erzählen.
Irgendwann verbringen die Beiden auch die Tage miteinander, zeigen sich gegenseitig ihre Lieblingsplätze, geniessen die Zeit mit Addie’s Enkel und trotzen zusammen dem Argwohn und der Missgunst, welche ihnen sowohl von den Bewohnern des Städtchens, aber auch von ihren eigenen Kindern entgegenschlägt.
Es geht dabei aber nie um körperlichen, sondern stets um seelischen Austausch. Und so bröckeln langsam die Fassaden und dem Leser wird der Blick dahinter zuteil, bei dem zum Vorschein kommt, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint.
Ein berührender Roman über spätes Glück.
Die Geschichte wurde bereits mit Jane Fonda und Robert Redford in den Hauptrollen verfilmt und läuft zurzeit in den amerikanischen Kinos.