«Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?»
Maja Lunde
Die Geschichte der Bienen
Roman 2017
Mit einer viel zu grossen Selbstverständlichkeit geht die Menschheit mit den Bienen und deren Beitrag für unser Wohlbefinden um. Ja, eigentlich kreiert sie sogar äusserst Lebenswidrige Umstände für dieses wichtige Insekt.
Um daran etwas zu ändern, für ein Umdenken und eine Bienenreiche Zukunft auch noch für unsere Kindeskinder hat die Norwegerin Maja Lunde diesen Roman geschrieben:
Die Leben der drei Protagonisten;
William, England 1852
George, USA 2007
Tao, China 2098
sind alle unmittelbar mit den Bienen verbunden und zeigen dem Leser auf, auf welchem gefährdeten Weg wir gerade stecken. Denn die Dystopie von Tao, die ihr Leben als Arbeiterin auf den Obstbäumen Chinas verbringt um dort jede einzelne Blüte mit Pinsel von Hand zu bestäuben, damit überhaupt noch etwas Essbares daran wächst, lässt einem erschrecken. Und wenn man dann mit George miterlebt, wie seine Bienenstöcke einer nach dem anderen von den Arbeiterbienen verlassen werden, keimt in einem der Gedanke auf: «Man muss doch etwas dagegen tun!»
Und wie es der Zufall will, bin ich zur Zeit, in der ich das Buch las und mich dieses Thema nicht mehr losgelassen hat, auf ein tolles Projekt gestossen, bei dem man auch als Privatperson aktiv etwas für die Bienenpopulation tun kann. Nämlich als Pate für Wildbienen.
Unterdessen hängt in meinem Garten ein Bienenhäuschen mit Mauerbienen. Diese stechen nicht und machen keinen Honig, sind dafür sehr effiziente BestäuberInnen. Die Idee der Patenschaft ist, dass die Bienen aus einer Startpopulation sich über den Sommer vermehren, ihre Larven in das Bienenhäuschen legen und diese dann im Herbst an die Organisation zurückgeschickt werden, damit sie herausgenommen, überwintert und im nächsten Frühling von den Bauern für die Bestäubung ihrer Felder genutzt werden können.
Das gesäuberte Bienenhäuschen wird dann zu uns zurückgeschickt und im Frühling gibt es eine neue Startpopuation, damit die Vermehrung von vorne losgehen kann. Die einzigen Kosten fallen beim Kauf des Bienenhäuschens und bei der jeweiligen Rücksendung der Larven an die Organisation an.
Eine wirklich gute Sache, die zu unterstützen ich nur jedem ans Herz legen kann.
Hier geht’s zur Homepage: www.wildbieneundpartner.ch
und hier zum Projekt mit dem BeeHome: www.wildbieneundpartner.ch/beehome
Denn auch die kleinste Tat kann grosses bewirken! Genau das zeigen uns die Bienen ja vor. In der Geschichte vom Biologen William sehen wir mit ihm in das Innere eines Bienenstocks. Wir erfahren, wie reibungslos und selbstverständlich die Aufgabenverteilung bei den Bienen geregelt ist und wie, durch eine Gemeinschaft die eng zusammenarbeitet, etwas Gutes Entsteht.